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Neues zur medizinischen Behandlung in Münster

Neues in Münster

Krankenpflege XXL
Münsters Kliniken rüsten für übergewichtige Patienten auf

Die Zahl der XXL-Patienten nimmt auch in Münster zu. Schwergewichtige brauchen stabilere und breitere Betten,Rollstühle, OP-Tische,T oilettensitze und,und und.
"Längere Spritzen haben wir aber noch nicht kaufen müssen“, sagt Norbert Fark, Einkaufsleiter des Uniklinikums.

Abbildung: XXXXXL-Transporter - Feuerwehrmann Schwichtenhövel veranschaulicht, wie ein Übergewichtiger auf einer normalen Liege transportiert werden kann: Mit der Vakuum-Matratze. Sie wird normalerweise eingesetzt, um Menschen mit schweren Knochenbrüchen zu bergen. Foto:Wille

Von Julia Wille

Münster.
Alle Kliniken Münsters handhaben den Fall XXLPatient gleich: Sie mieten den Großteil des notwendigen Extra- Equipments. „Innerhalb von acht Stunden wird geliefert“, sagt Cornelia Rumselke vom Franziskus-Hospital. Kapital in ein Krankenbett zu stecken, das nur einmal bis zweimal im Monat gebraucht würde, kann sich keine Klinik leisten. Aufgrund der über die vergangenen Jahre zu beobachtenden Zunahme übergewichtiger Patienten geht das Franziskus-Hospital allerdings davon aus, „mittelfristig ein eigenes Spezialbett anschaffen zu müssen“, so die stellvertretende Pflegedirektorin Rumselke. Da zum Verbund der Franziskus-Stiftung zehn Kliniken gehörten, lohne sich das. Für ein Bett, das statt der üblichen 170 Kilogramm mehr als 300 Kilogramm aushält und fast doppelt so breit ist wie eine normale Liege, zahle man etwa 3500 Euro. Das sind 1000 Euro mehr als für ein übliches Krankenbett. Die Berufsfeuerwehr Münster hat bereits entschieden, ein Fahrzeug anzuschaffen, das auch für XXL-Patienten ausgelegt ist. Etwa 40 000 Euro Mehrkosten fallen dafür an. „Mit der Fahrzeug eigenen Hebebühne können wir dann 700-Kilogramm aufnehmen“, sagt Dirk Schwichtenhövel, von der Organisation Rettungsdienst. Bis zu 230 Kilogramm schwere Menschen könne man aber jetzt schon transportieren. „Mit einer Vakuum- Matratze zur Verbreiterung der Auflagenfläche und einem Lifter.“ „Aber die Menschen wissen in der Regel ja gar nicht, wie schwer sie sind“, benennt Schwichtenhövel ein Problem. Momentan behelfe man sich deshalb mit einem Fahrzeug des Flughafens Münster-Osnabrück. Improvisieren müssen auch die Krankenhäuser, „obwohl die Zeiten, in denen wir zwei Betten nebeneinander geschoben haben, vorbei sind“, blickt die Pflegedienstdirektorin des Clemenshospitals, Hildegard Tönsing auf die technische Entwicklung. Aber auch die Pflege selbst muss umorganisiert werden: „Zum Umlagern oder Waschen braucht man mindestens zwei Pflegekräfte“, so Rumselke. Während der Nachtwache funktioniere dies nur, wenn zwei Stationen zusammenarbeiten. Tagsüber ließen sich in der Regel drei Pflegekräfte für die Betreuung im XXL-Format organisieren. Die Krankenkassen übernehmen übrigens nicht automatisch die Mehrkosten des Pflegeaufwands. „Wir müssen darüber mit den Kassen verhandeln“, stellt Tönsing fest.

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